Prostatakrebs: Oft höherer Krankheitsgrad im höheren Alter

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Das Risiko für fortgeschrittenere Erkrankungen steigt offenbar mit dem Lebensalter an.

Im höheren Lebensalter nimmt nicht nur das Risiko für Prostatakrebs an sich zu, sondern auch das Risiko dafür, dass die Erkrankung bei der Erstdiagnose bereits stärker fortgeschritten ist. Darüber berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Cancer.

In der Studie werteten die Forscher die Daten einer Krebsdatenbank in Norwegen aus den Jahren 2014 bis 2017 aus. 20.356 Fälle von Prostatakrebs waren in dem Zeitraum registriert worden. Wie sich herausstellte, litten ältere Männer häufiger an einem fortgeschritteneren Tumor; ihr Risiko, an einem Tumor zu leiden, der mit einem hohen Risiko für einen Rückfall und eine ungünstige Prognose einhergeht, war zudem deutlich höher als bei jüngeren Männern. So ermittelten die Forscher beispielsweise bei Männern zwischen 75 und 79 Jahren ein sechsfach höheres Risiko für Hoch-Risiko-Prostatakrebs als bei Männern zwischen 55 und 59 Jahren.

Das mit zunehmendem Lebensalter steigende Risiko sollte beim Früherkennungsscreening auf Prostatakrebs berücksichtigt werden, so die Studienautoren. In Deutschland können Männer ab 45 Jahren, bei familiärer Vorbelastung bereits ab 40 Jahren, am Früherkennungsscreening für Prostatakrebs teilnehmen.

 

Quelle:

Huynh‐Le M-P et al. Age dependence of modern clinical risk groups for localized prostate cancer - A population‐based study. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 3. Januar 2020, https://doi.org/10.1002/cncr.32702

 

(KvK) 

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Aktualisiert am: 19.02.2020 17:19